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Das Haus Wettin

Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha besteht unter diesem Namen seit 1826. Es gehört zu einem der ältesten und bedeutendsten Adelsgeschlechtern:
den Wettinern. Die Wettiner Ahnenreihe lässt sich bis in das 10. Jahrhundert nachweisen.
Ihren Familiennamen führt die Dynastie dauerhaft seit dem 12. Jahhundert - benannt nach der Burg Wettin.

Während des Mittelalters konnten die Wettiner
ihr Herrschaftsgebiet sukzessive vergrößern
und ihre Titel vermehren:
seit 1032 Markgrafen der Lausitz
seit 1089 Markgrafen von Meißen
seit 1247 Landgrafen von Thüringen
seit 1423 Herzöge und Kurfürsten von Sachsen

Abbildung oben:
Das sächsische Wappen im Wappenzimmer von Schloss Greinburg
Grein an der Donau, Oberösterreich

Die Wettiner erwarben 1423 mit dem Herzogtum Sachsen-Wittenberg, welches infolge des Aussterbens der zuvor dort regierenden Linie der Anhaltiner (Askanier) vakant wurde, auch die daran gebundene Kurwürde. Damit gehörten sie zu den sieben Kurfürsten im Reich, die zur Wahl des deutschen Königs berechtigt waren. Dieses außerordentliche Privileg veranlasste sie, die Bezeichnung Herzogtum Sachsen auf ihr gesamtes Herrschaftsgebiet (auch auf Meißen und Thüringen) zu übertragen.

Von ihren herzoglichen Vorgängern (der wittenbergischen Linie der Askanier) übernahmen die Wettiner auch das Stammwappen: das neunmal von Schwarz und Gold geteilte Balken-Wappen mit dem grünen Rautenkranz. (Wappen)

Im Jahr 1485 teilten die Brüder Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht den wettinischen Gesamtbesitz unter sich auf. Mit dieser sogenannten "Leipziger Teilung" erfuhr das Haus Wettin seine endgültige Spaltung in die ältere Linie, die Ernestiner und die jüngere Linie, die Albertiner. Die Kurwürde verblieb vorerst bei der älteren Linie, den Ernestinern - bis 1547 Ernsts Enkel, Johann Friedrich der Großmütige, sie an seinen albertinischen Vetter Moritz von Sachsen verlor (Niederlage in der Schlacht bei Mühlberg).

Gotha gehörte seit 1347, Coburg seit 1353 zum Wettiner Herrschaftsgebiet; beide Gebiete kamen im Jahr 1485 an die ernestinische Linie und blieben dort bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918.

(Text: F. Bachner)

 
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