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Hausorden

Bild: Großkreuz des Sachsen-Ernestinischen Hausordens


Hausorden haben im Haus Sachsen-Coburg und Gotha eine lange Tradition.

Der heutige "Sachsen-Coburg und Gotha'sche Hausorden" geht auf den "Orden der deutschen Redlichkeit" aus dem Jahre 1689 (andere Quellen: 1690) zurück.

Gegründet wurde der "Orden der deutschen Redlichkeit" von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha in Andenken an seinen Vater, Herzog Ernst den Frommen. Dieser Orden gilt als der erste deutsche weltliche Ritterorden (vgl. Nimmergut, Jörg, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, S. 1369, 1999) (vereinzelt wird er sogar als "erster deutscher Orden" bezeichnet, vgl. Burg, Paul, Der Orden der deutschen Redlichkeit, Leipzig 1921).

Die Devise des Ordens war damals bereits "Fideliter et Constanter" (Treu und Beständig). Sie ist auch heute noch die Devise des Hauses.

Bild: Devise des Hauses


Nachfolger des Ordens der deutschen Redlichkeit war der Sachsen-Ernestinische Hausorden.

Dieser Orden wurde 1833 von den Herzögen Bernhard Erich Freund von Sachsen-Meiningen und Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha sowie Erbprinz Joseph von Sachsen-Altenburg als "Herzoglich Sachsen-Ernestinischer Hausorden" neu gestiftet. Er knüpfte an die bisherigen Grundsätze an und behielt auch die Ordensdevise "Fideliter et Constanter" bei.

Schon der "Orden der deutschen Redlichkeit" war als eine "Ehrenauszeichnung der Fürstlichen Glieder Unseres Hauses und zugleich als öffentliche Anerkennung des Verdienstes" konzipiert. Auch der Sachsen-Ernestinische Hausorden war eine Auszeichnung für "Staatsdiener und Unterthanen, die mit deutscher Redlichkeit, durch ausgezeichnete Thaten, besondere Treue und aufopfernde Ergebenheit sich vorzügliche Ansprüche auf die Achtung und Dankbarkeit des Staates erworben haben" (aus der Präambel der Statuten von 1833).

Der Orden bestand ursprünglich aus vier Klassen (Stand 1833):

  • Großkreuz
  • Comthure 1. Klasse
  • Comthure 2. Klasse
  • Ritter
Daneben bestand noch ein mit dem Orden affiliertes Ehrenzeichen mit den Stufen "Verdienstkreuz" und "Verdienstmedaille".

Mit der Verleihung des Großkreuzes an nichtadlige Personen war die Erlangung aller Rechte des Geburtsadels verbunden.

Die Anzahl der Ordensverleihungen war durch die Statuen begrenzt. Neben den Prinzen der beteiligten Häuser konnten nach den Statuten von 1833 maximal 9 weitere Großkreuze verliehen werden. Die anderen 3 Stufen waren auf insgesamt 12, 18 bzw. 36 Verleihungen beschränkt. Ab 1864 wurden die Beschränkungen auf 12 Großkreuze, 15 Comthure 1. Klasse, 24 Comthure 2. Klasse und 48 Ritter erhöht.
Unbeschränkt war die Anzahl der Verdienstkreuze und -medaillen.

1864 wurden auch weitere Klassen eingeführt, so dass ab diesem Jahr folgende Unterteilung bestand:
  • Großkreuz
  • Comthure 1. Klasse
  • Comthure 2. Klasse
  • Ritter 1. Klasse
  • Ritter 2. Klasse
sowie
  • Verdienstkreuz
  • Verdienstmedaille in Gold
  • Verdienstmedaille in Silber
Der Sachsen-Ernestinische Hausorden wurde bis 1935 verliehen und stellte eine der angesehensten Verdienstauszeichnungen dar (vgl. Illing, Fritz, Orden und Ehrenzeichen der Staaten Thüringens 1590-1935, S. 19)


Aufbauend auf den erloschenen Sachsen-Ernestinischen Hausorden wurde nun im Jahre 2006 von Prinz Andreas, dem Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha, der Herzoglich Sachsen-Coburg und Gotha'sche Hausorden gestiftet.
Auch mit diesem Orden werden herausragende Verdienste um Gemeinwohl und das Haus Sachsen-Coburg und Gotha gewürdigt.

In Anlehnung an die historischen Vorbilder besteht der Orden heute aus folgenden Klassen:
  • Großkreuz
  • Comthurkreuz
  • Ritterkreuz
sowie als mit dem Hausorden affiliiertes Ehrenzeichen das
  • Verdienstkreuz 1. Klasse (Gold)
  • Verdienstkreuz 2. Klasse (Silber)



Der Ordenskanzler
Dr. Otmar Fugmann





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